Das Internet bietet nicht nur unzählige Entfaltungsmöglichkeiten, sondern auch ebenso viele rechtliche Stolperfallen. Schnelle und effektive Hilfe für Webseitenbetreiber, Onlineshop-Anbieter, Blogger und Internetnutzer bietet Ratgeber Online-Recht (Bild: Data Becker)Data Beckers “Ratgeber Online-Recht“. Er gibt Antworten und Hilfestellungen auf zentrale Fragen.

Ratgeber Online-Recht (Bild: Data Becker)

Wer ist im Internet für Inhalte in Foren und Blogs verantwortlich? Wem stehen die Urheberrechte an verwendeten Fotos zu? Und wie geht man mit sensiblen Kundendaten um? Was sollte in einem Impressum stehen? Die Autoren, beides anerkannte Spezialisten im Internetrecht, unterstützen den Leser mit den verschiedensten Praxisbeispielen, sofort einsetzbaren Musterformulierungen und vielen Tipps und Tricks beim Einstieg in die Welt des Online-Rechts.

Dem Leser wird vermittelt, wie man rechtlichen Schwierigkeiten vorbeugt oder im Notfall die entsprechenden Gegenmaßnahmen einleitet. Dabei listet das Buch zahlreiche Rechtsfragen aus dem Alltag auf, die jeweils ausführlich und sachkundig beantwortet werden.

  • Das kleine 1 x 1 für Webseiten-Betreiber: Die richtige Domain auswähle; ein rechtssicheres Impressum erstellen; virtuelle Auktionen bei eBay, Hood & Co. Durchführen; Wissenswertes zu Regelverstößen und Sanktionen; Allgemeine Geschäfts- und Nutzungsbedingungen formulieren
  • Der korrekte Umgang mit Verbraucherrechten: Die Aufklärungspflichten des Anbieters; Widerrufe und Rückgaben koordinieren; Typischen Abmahnfallen entgehen; Reklamationen gekonnt managen; Gebrauchte Waren verkaufen; Markenprodukte und Herstellergarantie
  • Vorsicht bei fremden Website-Inhalten: Die gewerbliche Nutzung von Twitter, Facebook, Xing & Co.; Haftungsbestimmungen in Foren, Blogs und Gästebüchern; Der Schutz von Bildern, Texten, Ideen und Designs; Gegendarstellung, Berichtigung und Schadenersatz
  • Gezielte Werbemaßnahmen durchführen: Gezielte Werbemaßnahmen durchführen; E-Mail-Marketing, Newsletter und Affiliate-Programme einsetzen; Rabatte, Skonti und Preisnachlässe kommuni¬zieren; Mit Web-TV und Webradio Geld verdienen; Einführung ins Markenrecht
  • Erste Hilfe bei konkreten Problemen: Sofortmaßnahmen bei Abmahnungen; Zahlungsausfällen vorbeugen; Erfolgreich mahnen und klagen, wenn der Kunde nicht zahlt; Der korrekte Umgang mit dem Finanzamt

Über die Autoren
Die Autoren Michael Terhaag, LL.M. und Dr. Volker Herrmann sind anerkannte Spezialisten im Internetrecht. Als Fachanwalt für IT-Recht sowie Fachanwalt für den gewerblichen Rechtsschutz auf der einen und Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht auf der anderen Seite decken sie alle in Betracht kommenden Bereiche kompetent und umfassend ab. Die beiden Rechtsanwälte sind Partner der renommierten Kanzlei Terhaag & Partner in Düsseldorf.


Mein erster Eindruck: Unter dem Vorwand für Klarheit zu sorgen, werden immer mehr und detailliertere Gesetze geschaffen, die zwar für alle Bürger dieses Landes gelten, aber oft nur noch von Fachleuten unter den Experten verstanden werden. Da wundert es, daß man eine Tüte Brötchen kaufen kann, ohne einen Notar zur Beurkundung dieser Eigentumsübertragung dabei zu haben…

Internet und “online” leidet unter diesem Regelungswahn besonders, man denke an “A” wie Abmahnwelle bis “Z” wie #Zensursula. Der Ratgeber zu Online-Recht spricht viele Probleme aus der Praxis für Normalverbraucher verständlich an, kann aber nur Orientierungshilfe sein, da viele Fragestellungen gar nicht auf “online” beschränkt sind, wie beispielsweise

  • Websites allgemein, z. B. Auswahl eines Domainnamens (S. 21), Rechtsirrtümer (S. 34) und das Impressum (S. 37), siehe auch “Internet-Recht: Irrtümer & Disclaimer.
  • Fotografie: Recht am eigenen Bild (S. 175), siehe auch “Geld verdienen mit Digitalfotos
  • Urheberrecht — kopieren oder zitieren? (S. 165)
  • Shop: Rechte und Pflichten gegenüber Kunden (S. 75)
  • Zensur Meinungsfreiheit — nicht jeder darf alles sagen… (S. 151)
  • Social Networking mit Xing, Twitter & Co. (S. 141)

Einerseits ist das Internet entgegen best. politischer Stimmungsmache kein rechtsfreier Raum, weil schlicht die “normalen” Gesetze gelten, an die man sich ja sowieso im Alltag hält. Andererseits kann einem diese “Online”-Interpretation ein Gefühl für die seltsamen Blüten der “Rechtsordnung” vermitteln. Wer nicht nur passiv surft, sondern aktiv auch Inhalte erstellt oder sogar gewerblich unterwegs ist, sollte einen Blick in dieses Buch werfen und ggf. einen Fachmann hinzu ziehen.

(Dieser Eintrag basiert z. T. auf einer Mitteilung des Herstellers)