Die Ausgabe “März 2008″ ist erste nach einem sog. Relaunch und wird zum taschengeldfreundlichen Preis von 1 Euro feilgeboten. — Die Themen auf der Titelseite:
Wie das Web die Welt rettet (S. 18) — So können Sie übers Internet mithelfen, den Klimawandel zu stoppen. Portale und Projekte für eine “bessere Welt”: Mikrokredit-Projekt in der Dritten Welt, Elektrotankstellen, Solarenergie, Erderwärmung, verantwortungsbewußter Konsum. Interview mit David de Rothschild zu Abenteuer & Öko. Kurzvorstellung einiger Öko-Portale.
Mr. Wikipedia (S. 96 / 4) — Gegen Google: So will Jimmy Wales die Suche im Web revolutionieren. Das Online-Lexikon Wikipedia hat sich neben traditionellen Werken einen festen Platz erobert, jetzt möchte der “Erfinder” auch eine Suchmaschine an den Start bringen. Ein Interview.
Urlaub 2.0 (S. 44) — Die besten Adressen für jeden Reisetyp — vom Rucksack bis Kreuzfahrt. Neben ein paar einführenden Worten im wesentlichen eine bebilderte und kommentierte Auflistung von Portalen rund ums Reisen.
MP3-Handys (S. 113) — Was klingt besser? Apples iPod oder die neuen Musiktelefone. Apple iPod gegen “Telefone” von Nokia (N81), SonyEricsson (W960i) und Samsung (SGH-F210). — Es wird eng für den reinen Player, zumal bei ähnlichen Geräten immer öfter die Schmalzbohrer Ohrhörer entscheidend für die Wohlfühlqualität sind.
Wie lange gibt es den Titel “Tomorrow” schon? Keine Ahnung, eigentlich schon ziemlich lange, aber er dümpelte so vor sich hin. Jetzt soll der Relaunch es herausreißen. Ob es jetzt endlich gelingt, ist die Frage… Frech liest man im “Login” genannten Editorial “Du meinst, in Berlin ist alles möglich? — So in etwa — jedenfalls mehr als in München.” Der Standort hat gewechselt, auch der Verlag(?) und noch so einiges…
Der erste Eindruck: Während selbst die ct rund ein Dutzend Themen auf dem Titel anpreist, sind es auf der sehr “übersichtlichen” Titelseite der neuen Tomorrow nur ganze 4 Stück. Inhaltsverzeichnis und die News-Seiten am Anfang erinnern mehr an die bunten Stadtillustrierten mit Veranstaltungskalender — ein großes Durcheinander von Bildchen und Texthäppchen. Unübersichtlich, abschreckend, das “hippe” Layout bläht viele Artikel unnötig auf: Von 4 Seiten Interview mit Jimmy Wales (S. 96) bleiben netto deutlich weniger als 2 Seiten Text/Inhalt übrig… Auch die wahren Geschichten zum Identitätsdiebstahl schmelzen auf 5 Infokästen zusammen (S. 48), ledig das Interview mit dem Sicherheitsexperten bringt ein bißchen Input.
Das ist schade, weil sich in dem Wirrwarr durchaus interessante Inhalte finden (die nicht auf dem Titel präsentiert werden):
Ein Pluspunkt auch die Interviews, die zeigen, wer hinter einer Idee steckt (Rubrik “Talk”). Da sind andere Zeitschriften weniger gesprächig:
Unter Zimmerstraße 28 stellen sich die Macher der neuen Tomorrow vor (S. 126). Unter ihnen u. a. auch Jan Tißler, einigen Lesern durch das Upload-Magazin bekannt (“In eigener Sache: die neue TOMORROW“).
Schau’n wir mal, was die nächste Ausgabe bringt, die am 19. März erscheinen soll.
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