21 Aug
Posted by: (thl) in: Zeitschrift
Auch in diesem Monat nimmt Öko-Test wieder eine Menge Produkte kritisch unter die Lupe — und wieder einmal bestätigt sich, daß “teuer” nicht automatisch “gut” sein muß.
Mit reichhaltigen Duschcremes soll das Duschen paradiesisch für Haut und Nase sein. Doch insbesondere die hochpreisigen Luxusmarken wie Kenzo, Jil Sander oder Issey schnitten bei einer aktuellen Untersuchung des Frankfurter Verbrauchermagazins ÖKO-TEST katastrophal schlecht ab. Sie enthalten jede Menge Substanzen, die alles andere als gut für die Haut sind. Ohne Fehl und Tadel waren hingegen viele Naturkosmetikprodukte, darunter die Kultmarken Dr. Hauschka und Weleda, die sich mittlerweile auch international einen guten Ruf gemacht haben.
Obwohl das Markenbewusstsein der Deutschen ungebrochen hoch ist, zeigt auch ein anderer Test in der aktuellen September-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins, daß teuer nicht immer gut sein muss. Für den Test Klassiker und Konkurrenten wurden 62 Produkte aus 31 Getränke- und Lebensmittelgruppen miteinander verglichen – jeweils die Top-Marke mit einem günstigen Nachahmerprodukt. Aber während etwa Nutella das Rennen gegen Nulacta klar gewann, schnitt der Erdbeer-Almighurt von Ehrmann deutlich schlechter ab als Konkurrent Nöm Frisch+Fruchtig Joghurt Erdbeere, war das Aurora-Sonnenstern Mehl schlechter als das Gut & Günstig Weizenmehl und die klassische Prinzenrolle zeigte sich im Vergleich zum Tip-Doppelkeks auch nicht gerade hoheitlich.
In Höchstform war wiederum ein Staubsauger von Markenhersteller Miele. Das Modell S 5781 schnitt im Praxistest als einziges mit einem klaren “sehr gut” ab. So viel Qualität hat allerdings auch ihren Preis: 310 Euro muss man für das gute Stück hinblättern. Andererseits: Der billigste Sauger im ÖKO-TEST, ein Modell von der Firma Bomann, kostet zwar nur 99,95 Euro. Doch beim Saugen hinterließ er nicht nur viel Schmutz auf Teppich und Laminat, sondern bläst trotz HEPA-Filter den Staub auch noch hinten heraus.
Wasserfarben: Kein Bunt für’s Leben. Pünktlich zum Schulbeginn wurden Wasserfarben untersucht. Das Testergebnis lässt die Malkästen ziemlich grau aussehen: Alle geprüften Marken enthalten Schadstoffe. Auch im Praxistest war kein einziges Produkt ohne Fehl und Tadel. — Gerade wenn kleine Kinder malen, ist nicht auszuschließen, dass etwas daneben geht und die bunten Finger oder Pinsel auch mal im Mund landen. Deshalb ist es nicht akzeptabel, dass die von ÖKO-TEST beauftragten Labore in verschiedenen Produkten unter anderem giftiges Blei sowie umstrittene und bedenkliche Hilfsstoffe gefunden haben. Etliche Hersteller teilten dem ÖKO-TEST-Magazin daraufhin mit, dass etwa die kritisierten halogenorganischen Verbindungen “in dieser Form keine Bedrohung für Mensch und Umwelt darstellen.” Schade, dass die Produzenten hier nicht mehr Verantwortung zeigen.
Untersucht wurde auch die Qualität der Farben. Die Farbtöne unterscheiden sich oft stark von dem, was die Norm festlegt, wie ÖKO-TEST herausfand. Auch andere praktische Bewertungskriterien, etwa ob man leer gewordene Farbschälchen nachkaufen kann oder die Kästen auch mal einen Sturz überstehen, fielen nicht immer zur Zufriedenheit der Tester aus.
Themenübersicht
September-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins finden Sie folgende Tests:
Die September-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins erscheint am 22. August 2008 und kostet 3,80 Euro. Das Heft enthält insgesamt zehn verschiedene Tests sowie ein großes Special zum Thema: Laufzeiten von Atomkraftwerken verlängern oder abschalten?
(Dieser Eintrag basiert auf einer Mitteilung der Redaktion)
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Öko-Test im September » Oberlehrer.de
22|Aug|2008 1[...] der September-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins finden Sie folgende [...]
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