26 Sep
Posted by: (thl) in: Zeitschrift
ÖKO-TEST Energiesparlampen — Ende einer Erfolgsgeschichte: Energiesparlampen sparen viel weniger Energie, als die Hersteller behaupten. Sie erzeugen ein schlechteres und ungesünderes Licht als Glühbirnen, verursachen Elektrosmog und gehen viel zu schnell kaputt. Zu diesem vernichtenden Urteil kommt eine große Untersuchung von 16 verschiedenen warmweißen Energiesparlampen, die das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST in seiner aktuellen Oktober-Ausgabe veröffentlicht. Das Heft erscheint am Freitag, 26. September 2008 und kostet 3,80 Euro.
Energiesparlampen sind kein wirklicher Fortschritt und keine echte Alternative zu Glühbirnen. So schlicht lassen sich die verheerenden Ergebnisse der ÖKO-TEST-Untersuchung zusammenfassen. Selbst die Hersteller geben hinter vorgehaltener Hand zu, dass es sich lediglich um eine Übergangstechnologie handelt. Gerade in einer Zeit, wo Strom immer teurer wird, satteln viele Verbraucher auf Energiesparlampen um – allerdings ist das tatsächliche Sparpotential deutlich geringer, als angenommen. Statt 80 Prozent gegenüber einer Glühlampe sparen die meisten untersuchten Modelle lediglich 50 bis 70 Prozent Energie. Unterm Strich spart das nicht mehr als 7,50 Euro im Jahr. Die Swiss Lights Classic 68 verbraucht sogar mehr Strom als die Glühbirne.
Besonders bedenklich sind die Ergebnisse für die Lichtqualität. Die Lichtfarbe ist – anders als bei Glühbirnen – weit entfernt von natürlichem Licht. Zudem flackern Energiesparlampen im bewußt nicht mehr wahrnehmbaren Bereich wie ein Blitzlichtgewitter. Experten machen solch schlechtes Licht soll zum Beispiel für Kopfschmerzen, Schwindel, Unwohlsein, neurologische Störungen bis hin zu Hormonproblemen verantwortlich.
Die Besten unter den Schlechten: Mit der Note “befriedigend” gingen die Testmarken von Attralux, Obi, General Electric, IDV, Osram und Real aus dem Rennen. Probleme hatten diese Produkte insbesondere mit der Lichtqualität. Zudem erzeugten sie Elektrosmog. Besonders teuer und schlecht: Die Swiss Lights Classic 68 Energiesparlampe 10 W kostet sage und schreibe 9,45 Euro das Stück. In Sachen Helligkeit, Haltbarkeit und Energieeffizienz erzielte das Modell katastrophale Ergebnisse.
Weitere Themen
In einer Probe Tiefkühlfisch von Aldi Süd fanden die von ÖKO-TEST beauftragten Labore sage und schreibe 26 Nematoden pro Kilo! Dabei handelt es sich um Larven von Fadenwürmern. Nicht eben appetitlich ist auch die Tatsache, dass fast jedes dritte untersuchte Fischfilet stärker mit Keimen belast war. Gefunden wurden unter anderem der Darmkeim E.coli und Listerien, die Infektionskrankheiten auslösen können. Die gute Nachricht: Die getesteten Lachs-Filets von Bofrost, Deutsche See und Lidl waren rundum in Ordnung.
Relativ gut steht es um die Qualität von Kartoffeln: An den von ÖKO-TEST untersuchten 39 Proben Frühkartoffeln gab es relativ wenig auszusetzen: Rückstände von Pestiziden wurden kaum nachgewiesen. Viele Kartoffeln waren allerdings relativ hoch mit Nitrat belastet, leider auch Bio-Ware. Die Werte sind aus gesundheitlicher Sicht noch akzeptabel. Allerdings können hohe Nitratgehalte die Koch- und Lagereigenschaften sowie den Geschmack der beliebten Knolle verschlechtern.
Jetzt fängt wieder die Zeit an, in der besonders häufig Vitaminpillen geschluckt werden. In der aktuellen Oktober-Ausgabe hat ÖKO-TEST Präparate mit B-Vitaminen untersucht. Sie sollen angeblich für die Leistungsfähigkeit, starke Nerven und viele Stoffwechselerkrankungen gut sein. Das Ergebnis der ÖKO-TEST-Untersuchung: In allen untersuchten Mitteln sind einzelne Vitamine überdosiert. Die Versorgung der hiesigen Bevölkerung mit den meisten B-Vitaminen ist gut, folglich dürfte selbst die Einnahme hoch dosierter Vitamine nicht die Leistungsfähigkeit explodieren lassen oder das allgemeine Wohlbefinden verbessern.
Das Heft enthält insgesamt zehn verschiedene Tests sowie ein Special zum Thema: Umweltzonen: Was bringen die neuen Plaketten in den Städten?
Die Tests im einzelnen
2 Responses
Oberlehrer » Energiesparlampen taugen nichts
26|Sep|2008 1[...] Weitere Themen in der Ausgabe 10/2008 [...]
Glühlampenverbot — heiße Luft aus Brüssel? | Oberlehrer
11|Dec|2008 2[...] Zeitschrift Öko-Test hatte ja in ihrer Ausgabe 10/2008 politisch unkorrekt festgestellt: “Energiesparlampen sind kein wirklicher Fortschritt und [...]
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